Anne Frank Tagebuch | 
| Autor: Anne Frank Urheber: Anne Frank, Mirjam Pressler Verleger: Fischer (Tb.), Frankfurt
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Bewertung: 104 Rezensionen Verkaufsrang: 441
Medium: Taschenbuch Ausgabe: 12., Aufl. Seiten: 316 Versandgewicht: 0.7 Maße (innen): 7.5 x 4.9 x 0.9
ISBN: 3596152771 Dewey Dezimalzahl: 920 EAN: 9783596152773
Publikation: Juli 1, 2006 Verfügbarkeit: Versandfertig in 1 - 2 Werktagen
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| Redaktionelle Rezensionen:
Aus der Amazon.de-Redaktion Dieses lebendige, Einblick gewaehrende Tagebuch ist seit seiner ersten Veroeffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal fuer den begabten juedischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mussten. Ihre wunderbar detaillierten persoenlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimitaet mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem aelteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz fuer Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schaebige Kleider, aus denen man laengst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden koennen; die staendige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung ueber Gefuehle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewoehnlicher Teenager: Die spaeteren Eintragungen verraten einen fuer eine kaum 15jaehrige bemerkenswerten Sinn fuer Mitgefuehl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkoerpert den Wahnsinn des Holocaust, aber fuer die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persoenlicher Verlust. --Wendy Smith
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| Kundenrezensionen: Gelesen 99 mehr Rezensionen...
Mahnende Erinnerung August 25, 2008 kruemel1074 (Dresden) Es ist eigentlich zu traurig, um es zu lesen und dennoch Geschichte pur. Ich habe es regelrecht verschlungen und musste auch ueber so manche Anekdote schmunzeln, was sie als junges Maedchen manchmal so fuer Ausdruecke in dieser harten Zeit gebrauchte. Einfach lesenswert und zum nachdenken.
unsterblich August 12, 2008 Marna Ireen Syred (Ostwestfalen) 2 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
Nachdem Otto Frank immer wieder gegen Vorwuerfe, vornehmlich von Holocaust-Leugnern, gerichtlich vorgehen musste, das Tagebuch seiner Tochter sei nicht echt, liegt jetzt die ungekuerzte Fassung des Original-Tagebuchs von Anne Frank vor. Aus der ersten Fassung, die direkt nach dem Krieg veroeffentlicht wurde, hatte Otto Frank noch Annes Aussagen ueber ihre Sexualitaet entfernt und allzu wueste Beschimpfungen ueber ihre Mutter. Diese Textteile sind in der neuen Fassung nun enthalten. Ebenfalls beruecksichtig wurde, dass Anne ihr Tagebuch schon redigiert hatte, weil sie es fuer eine Veroeffentlichung nach dem Krieg unter dem Titel Das Hinterhaus vorgesehen hatte. Sie wollte Schriftstellerin werden. Dazu kam es nicht mehr. Sie starb in Bergen-Belsen in den letzten Tagen des Kriegs, kurz vor der Befreiung des Lagers, nachdem einige Tage zuvor ihre Schwester Margot gestorben war. Anne hat ihr Schriftstellerin-sein nicht mehr erlebt, trotzdem ist ihr Buch eins der bekanntesten der Weltliteratur, und auch ihr Name ist kaum einem unbekannt. Die Lebendigkeit und Eindringlichkeit mit der sie schreibt ist beeindruckend. Haette sie ueberlebt, waere das Buch Das Hinterhaus sicher nicht ihr einziges geblieben. Ich habe dieses Buch, die erste Fassung, gelesen, als ich ungefaehr in Anne Franks Alter war. Stand fuer mich damals eher die Identifikation mit der Erzaehlenden im Vordergrund, die Lebenswelt und die Beschreibung einer Altersgenossin, so bin ich jetzt, zwanzig Jahre spaeter, beeindruckt von der Reife, Reflexionsfaehigkeit und Einsicht einer 14-jaehrigen. Anne Frank erkennt in ihrem Tagebuch tiefere innere Zusammenhaenge, die vielen Erwachsenen verschlossen bleiben. Natuerlich gleitet ihre Beschreibung ihrem Alter entsprechend oft ins Schwaermerische ab, besonders wenn es um ihre Gefuehle fuer Peter van Daan/van Pels geht, aber insgesamt legt sie eine erstaunlich reife Innensicht an den Tag. Sie konnte nicht hinaus, raus aus dem Hinterhaus, also ging sie nach innen, in ihre eigene Welt und fand dort Erstaunliches. Was Anne Frank in diesem Mikrokosmos, in diesem Leben auf engstem Raum mit anderen Menschen gelernt hat, bleibt manchen Menschen ihr Leben lang verschlossen. Sie schreibt Einsichten und Erkenntnisse ueber Menschen und Menschsein in ihr Tagebuch, die sie sicherlich nicht erkannt haette, haette sie das Leben einer normalen 14-jaehrigen gefuehrt die nach draussen gehen kann. Sie musste ein ganzes Leben in sehr kurzer Zeit leben. 1944 wurde sie mit dem letzten Transport, der vom hollaendischen Lager Westerbork aus ging, nach Auschwitz deportiert. Im Februar oder Maerz 1945 starb sie nach einem sogenannten Evakuierungstransport in Bergen Belsen. Irgendwo in ihrem Tagebuch schreibt sie, dass sie durch ihr Schreiben gerne unsterblich werden will. Das hat sie geschafft.
Ich bin von Anne fasziniert! April 12, 2008 S. Martino Wer haette gedacht, dass man mit 13 bis 15 Jahren schon so reif sein kann? Der Schreibstil und vor allem ihre Gedankengaenge haben eine Tiefe, die kaum jemand in seinem Leben erreicht! Der damalige hoehere Bildungsstand in den Schulen + die Deprivation der Anne ausgesetzt war, verhalfen ihr jedoch zu einem schnellen geistigen Wachstum und das schlaegt sich natuerlich auch auf die Qualitaet ihrer Niederschrift nieder. Natuerlich sind typische Jugendprobleme von ihrem Tagebuch zu vernehmen, wie sie diese jedoch mit ihrer Reife meistert, ist einmalig! Welche Person kann das MENSCHSEIN besser repraesentieren als Anne? Nicht viele. Ihre Selbstehrlichkeit, ihr Bildungsstand, ihr Intellekt, ihre Selbstreflexion, ihre Faehigkeit sich selbst zu hinterfragen und zu kritisieren und sich anschliessend zu VERAeNDERN, sind Tugenden, die vielen Menschen fehlen. Dieses Buch ist fuer alle eine Bereicherung, die mal neue Welten, neue Gedankengaenge und sich selbst besser kennen lernen moechten. Wer jedoch mehr ueber die damalige Verfolgung der Juden wissen moechte, so wie die Vorgehensweisen der Nazis, wird hier vermutlich zu kurz kommen, da Anne groesstenteils ueber ihre Unannehmlichkeiten im Hinterhaus berichtet und kaum ueber die politischen Hintergruende aufklaert. Deswegen ein Stern abzug. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass das Buch urspruenglich nur als privates Tagebuch konzipiert war.
Ist dies nun die letzteste Fassung?! März 6, 2008 P. Schmitz 6 aus 23 fanden die folgende Rezension hilfreich
Dem unvoreingenommenen Leser, der dieses Buch mit wachem Auge liest und nicht eine politisch korrekte Pflichtuebung absolviert, faellt recht bald auf, dass hier nicht wirklich etwas berichtet wird. Wenn man ehrlich ist, ist der Gehalt dieses Werkes gleich null. Belanglosigkeiten werden an eine fiktive Freundin geschrieben, hin und wieder die allgemeine politische und militaerische Lage eingeflochten. Aber keine tatsaechlichen Erlebnisse, die einem die damalige Zeit naeherbringen wuerden. Ausserdem erscheint in regelmaessigen Abstaenden eine neue Fassung, die sich sehr stark von den aelteren unterscheidet. Ich moechte wirklich gerne wissen, was jemanden dazu bringt, das als erschuetterndes Zeitdokument zu bezeichnen! Es hat wohl ein bisschen was von des Kaisers neuen Kleidern... Dazu ist uebrigens interessant zu wissen, dass Vater Frank mehrere Personen verklagte, die das Tagebuch als eine Faelschung bezeichnet haben. Dabei untersuchte das Bundeskriminalamt das Originalmanuskript und stellte fest, dass die Handschriften von mehreren Personen stammten und Kugelschreiber verwendet wurden, die erst in den 50er Jahren auf den Markt kamen. Die Verfahren wurden alle eingestellt...
pflichtlektuere Januar 8, 2008 anarchistin 1 aus 3 fanden die folgende Rezension hilfreich
dieses buch ist erschuetternd und so authentisch das es fast schon unertraeglich ist. aus diesem buch koennten viele leute wirklich noch etwas ueber menschlichkeit lernen.
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